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Mich überraschte heute bei Amazon ein neues Buch über ein Thema, zu dem ich einer der hiesigen Hauptautoren bin: Klassendiskriminierung bzw. „Klassismus“. Noch mehr staunte ich, als ich entdeckte, dass der Großteil der Artikel des 238 Seiten umfassenden Buches im Wesentlichen von mir stammte. Der Verlag „Books Llc“ scheint Bücher zu verlegen, die Wikipedia-Artikel enthalten. Anscheinend werden ganz platt die Wikipedia-Kategorien durchforstet – in diesem Fall die Kategorie „Klassismus“ – und aus den Artikeln werden Bücher zusammengebastelt. Damit mache ich mir jetzt mit meinen Wikipedia-Artikeln auf dem Buchmarkt Konkurrenz zu meinem zusammen mit Heike Weinbach veröffentlichten Buch „Klassismus. Eine Einführung“ – ohne dass ich in den Wikipedia-Artikeln namentlich erwähnt werde (ich schreibe dort inhaltlich nicht unter Klarnamen) oder auch nur einen Cent aus den Erlösen sehe. Genau deshalb stelle ich die Selbstverständlichkeit der unentgeltliche Wikipedia-Arbeit in Frage. Schreiben tun die einen, kassieren tun die anderen.

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