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Das Editieren von Wikipedia-Artikeln kann insbesondere bei politischen Artikeln dazu führen, dass man sich in eine Sackgasse verrennt. Beim  Eugenik-Artikel habe ich jedenfalls zu lange darauf beharrt, dass es eine Diskussion über Elterngeld und Eugenik gibt und dass diese Diskussion relevant genug ist. Erst nach mehreren Sperren und einer Antwort-Mail von Bruno Preisendörfer sickerte bei mir durch, dass es jetzt gut ist. Elterngeld wird also auf der Wikipedia-Seite Eugenik nicht erwähnt. Die Welt geht nicht unter und ich kann die Zeit sinnvoller verbringen.

Bei politischen Artikeln wird das Wissen zum Nachteil. Ein Bekannter von mir wurde in der Nazizeit zwangsterilisiert, weil er als „erblich schwachsinnig“ galt. An der Uni hatte ich zumindest ein Seminar zum Thema besucht und ein entsprechendes Referat gehalten. Und mit meinem Schwerpunkt-Thema zur Bildungsbenachteiligung bin ich natürlich auch „nahe dran“ am Thema. Wäre dies ein naturwissenschaftliches Thema, würde mein Wissen mit Kusshand genommen, da es aber ein politisch brisantes Thema ist, verwandelte sich mein Wissen und vor allem mein Schreiben zum Thema vom Bonus zum Malus.

Ich warte also ab, ob ich irgendwann auf eine relevante Abhandlung stoße, die aktuelle eugenische Maßnahmen oder Debatten in Deutschland konstatiert. Dann gehts wahrscheinlich wieder von vorne los.

Ein Kreislauf? Nein, eine enge Spirale mit immer neuen Informationen, immer neuen Entwicklungen. Es bleibt spannend.


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